Verkehr und Tourismus: Fallbeispiele

Axel Schulz (Hrsg.)

Verkehr und Tourismus
Ein Studienbuch in Fallbeispielen

München 2011
ca. 250 S., broschiert,  € 29,80
ISBN 978-3-486-70663-5

 

Fallstudien sind praxisnah und erfreuen sich in der Lehre wachsender Beliebtheit. Dennoch fehlt es gerade im Fach Tourismus noch an branchentypischen Problemstellungen in der Literatur, die fachspezifische Grundlagen vermittelt.

Dieses Buch ist eine wahre Fundgrube verschiedenster Aufgabenstellungen rund um den Bereich Verkehr und Tourismus. Neben den vielfältigen Fallstudien wurde darin auch ein exemplarisches Planspiel erarbeitet, das direkt in einer Übung verwendet werden kann. Um das Buch in Vorlesungen, Übungen etc. zielgerichtet verwenden zu können, sind die Lösungen nur online über das Dozentenportal des Oldenbourg Verlages verfügbar.

Weitere Informationen unter www.tourismus-verkehr.de

 

Verkehrsträger im Tourimus

 

Axel Schulz

Verkehrsträger im Tourismus

München 2009
ca. 400 S., gb.  € 34,80
ISBN 978-3-486-58876-7

Ziel des Lehrbuches ist es, einen umfassenden Überblick aller Arten von Verkehrsträger (Flug-, Bahn-, Straßen- und Schiffsverkehr) und deren Bedeutung im Tourismus zu geben. Hierzu wurde ein Referenzmodell für alle Verkehrsträger entwickelt, welches aus den Grundelementen Markt & Strategie, Produktionsfaktoren, Marketing & Vertrieb, Dienstleistung Reise sowie Unternehmenssteuerung besteht. Dieses theoretische Modell wurde auf die spezifischen Eigenheiten der einzelnen Verkehrsträger angepasst, jedoch weitestgehend vergleichbar strukturiert. Den Abschluss jedes Kapitels bilden mögliche Prüfungsfragen, Internetquellen sowie Literaturhinweise.

Weitere Informationen unter www.tourismus-verkehr.de

 Kreuzfahrten und Schiffsverker im Tourismus


Axel Schulz, Josef Auer


Kreuzfahrten und Schiffsverkehr im Tourismus

München 2010
ca. 400 S., gb.  € 39,80
ISBN 978-3-486-58876-7

Die Autoren geben in diesem Buch eine umfassende Analyse zum Themengebiet Kreuzfahrten und Schiffsverkehr im Tourismus. In den einzelnen Kapiteln wird zunächst ein Überblick zur Passagierschifffahrt sowie dessen Entwicklungslinien aus historischer und gegenwärtiger Sicht gegeben. In einem wesentlichen Teilbereich behandeln die Autoren ausführlich das Management von Kreuzfahrtunternehmen mit seinen möglichen Strategien, Geschäftsmodellen, Marktsegmenten und Marketing sowie den notwendigen Produktionsfaktoren und Dienstleistungen. Ein weiterer Teilbereich befasst sich mit einer eingehenden Darstellung ausgewählter Kreuzfahrtschiffe sowie deren Fahrtgebiete und Destinationen. Zur Veranschaulichung einzelner Unterkapitel dienen zahlreiche Abbildungen und informative Fallbeispiele aus der Praxis. Am Schluss eines jeden Kapitels sollen passende Fragestellungen zur Vertiefung des Sachverhalts beitragen. Das Buch richtet sich vorrangig an Studierende und Praktiker, bietet aber auch detaillierte Hintergrundinformationen an Kreuzfahrtreisende und allgemein am Thema interessierte Personen.

Weitere Informationen unter www.tourismus-kreuzfahrten.de

Flughafen Management

 

 Axel Schulz, Susanne Baumann, Simone Wiedenmann

Flughafen Management
München 2010
ca. 300 S., gb. € 39,80
ISBN 978-3-486-59179-8

Die Autoren geben in diesem Buch einen umfassenden Überblick der wesentlichen Teilbereiche des Flughafen Managements. Dabei wird in den einzelnen Kapiteln Grundlagen, Geschäftsmodelle, Non Aviation, Produktionsfaktoren, Marketing, Dienstleistungen am Flughafen und Steuerung auf die wichtigsten Inhalte eingegangen. Zur Veranschaulichung einzelner Unterkapitel dienen informative Fallbeispiele aus der Praxis, welche mit einer jeweils passenden Fragestellung zur Vertiefung des Sachverhalts beitragen sollen.  Das Lehrbuch richtet sich an Studenten des Haupt-/ Masterstudiums der Studienrichtung Verkehrswissenschaften und/oder Tourismus an Universitäten und Fachhochschulen.

Weitere Informationen unter www.flughafen-management.de

Grundlagen Verkehr im Tourismus

Axel Schulz

Grundlagen Verkehr im Tourismus

Fluggesellschaften, Kreuzfahrten, Bahnen, Busse und Mietwagen

2010. VIII, 137 S., broschiert
ISBN 978-3-486-59732-5

Verkehrsdienstleistungen sind wichtiger Bestandteil der touristischen Leistungskette und erfreuen sich kontinuierlich wachsender Markt- und Beförderungszahlen. Unternehmen wie der Frankfurter Flughafen oder die Deutsche Bahn gehören zu den größten Unternehmen und damit auch Arbeitgebern in Deutschland und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den Industriestandort Deutschland.
Dieses Modul gibt eine strukturierte Einführung in alle wesentlichen Aspekte des Luft-, Schiffs-, Bahn- und Straßenverkehr. Hierbei werden die wichtigsten operativen Bereiche und Managementaufgaben der Verkehrsbetriebe vorgestellt, so dass der Verkehr in der Luft, auf der Straße, auf der Schiene und auf dem Wasser aus touristischer Perspektive in einem Werk hinreichend behandelt wird.

Weitere Informationen unter www.tourismus-verkehr.de

 

 

Wie der Name schon sagt, bezeichnet der Straßenverkehr die Fortbewegung auf der Straße. Es werden unterschiedliche Straßenarten unterschieden, wie z.B. Autobahnen, Landstraßen oder Feldwege. Zur Verkehrsinfrastruktur zählen neben den Verkehrswegen ebenso Einrichtungen wie Tankstellen oder Parkplätze. Der Straßenverkehr kann in die Bereiche Güterverkehr und Personenverkehr gegliedert werden, während der Personenverkehr noch in den Individualverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) unterteilt werden kann.

Geschichte

Der Straßenverkehr gilt als eines der ältesten Fortbewegungsarten der Menschheit. Die ersten Straßen wurden anfänglich für die militärische Nutzung im Römischen Reich gebaut. Zu dieser Zeit entstand bereits ein sehr gut ausgebautes Straßennetz mit einer Länge von 90.000 km Hauptstrecke und weiteren 200.000 km Nebenstrecke. Damals war das Reisen noch sehr mühsam, denn man konnte sich nur zu Fuß, mit dem Pferd oder per Kutsche fortbewegen. Nach der Industrialisierung war die Eisenbahn jahrelang das Hauptverkehrsmittel, bis 1886 Carl-Friedrich Benz das Automobil erfand. Dies hatte eine ansteigende Motorisierung und den Ausbau des Straßennetzes zur Folge. 1890 gab es in Deutschland bereits 265.000 registrierte Fahrzeuge, 1950 über 500.000 und im Jahr 2016 zählte das Statistische Bundesamt circa 45 Mio. PKWs. Damit besitzt mehr als jeder zweite Deutsche ein eigenes Fahrzeug. Das deutsche Streckennetz zählt aktuell etwa 230.000 km, wobei der größte Anteil auf Kreisstraßen entfällt. Der allgemeine Zustand des Straßennetzes ist in vielen Bundesländern Deutschlands stark renovierungsbedürftig.

Marktteilnehmer

Der Straßenverkehr hat aktuell einen Anteil von mehr als 50 % am Verkehrsaufkommen bei Urlaubsreisen. Damit ist dieses Segment die bedeutendste Fortbewegungsart im Tourismus. Den größten Anteil hält hier der Individualverkehr mit dem PKW. Jedoch zählen auch Busverkehr, Mietwagen und Caravaning zum Straßenverkehr.

 

Marktteilnehmer Straßenverkehr

 

 

Überblick

Einer der am stärksten wachsenden Sektoren im Tourismus ist die Kreuzfahrt-Industrie. In den USA stellen Kreuzfahrten bereits eine der Haupturlaubsformen dar, im deutschen Markt ist noch großes Wachstumspotential. Man unterscheidet Flusskreuzfahrten und Hochseekreuzfahrten, das bekannteste Kreuzfahrtgebiet der Welt ist die Karibik. Die größten Kreuzfahrtschiffe haben heute ein Fassungsvermögen von bis zu 5000 Passagieren, der Trend geht jedoch zu Mega-Schiffen. Die größte deutsche Kreuzfahrt-Reederei ist Seetours, die mit der "AIDA" das Konzept "Clubschiff" nach Deutschlang gebracht hat, welches dazu führt, dass Kreuzfahrtpassagiere im Schnitt jünger werden. Mit "easyCruise" gibt es seit 2005 auch Billig-Kreuzfahrten in Europa. Ebenfalls zum Schiffsverkehr zählt der Fährverkehr, bei dem ca. eine Milliarde Passagiere pro Jahr befördert werden.

Marktteilnehmer

Generell ist innerhalb der Passagierschifffahrt zwischen Seeschifffahrt und Binnenschifffahrt zu unterscheiden. Nach Nutzung und Zweckbestimmung eines Schiffes lassen sich vor allem Kreuz-, Fähr- und Ausflugsschifffahrt unterscheiden. Weitere touristisch genutzte Formen der Passagierschifffahrt sind Boots- und Yachtreisen sowie Frachtschiffreisen. Häfen bilden die Abfahrt- und Anlaufpunkte des Personen- und Güterverkehrs. Sie bieten die notwendigen organisatorischen und technischen Einrichtungen für die Verladung bzw. Versorgung der Schiffe. Hafenagenten übernehmen in Absprache mit der Reederei die Versorgung der Schiffe. Genauso wie der Luftverkehr findet der Schiffverkehr die Verkehrswege in ihren jeweiligen Elementen stets vor, in diesem Fall Wasserstraßen und Schiffsrouten. Die natürlichen Wasserstraßen werden durch Stauungen und Schleusen befahrbar gemacht und durch Kanäle miteinander verbunden. Für Betrieb, Unterhaltung und Verwaltung werden Abgaben nach Kilometern, Schleusengebühren oder Pauschalen erhoben.

Historie

Die Geschichte der Kreuzfahrt begann bereits im 19. Jahrhundert beim Norddeutschen Lloyd Bremen, der ersten Reederei. Damals waren die Reisen von Land zu Land vor allem ein Society-Ereignis für wenige. In den zwanziger und dreißiger Jahren erlebten die Vergnügungsreisen auf dem Wasser einen regelrechten Boom. Das Wort "Kreuzfahrt" gab es freilich noch nicht, es fand sich zum ersten Mal in Pressenotizen der Hanseatic aus dem Jahre 1960. Die Queen Mary, sowohl im Liniendienst als auch auf reinen Lustreisen eingesetzt, war das erste Schiff, das mit einer so genannten "Schlingerdämpfungsanlage" ausgestattet worden war.

Tabelle Vergleich Kreuzfahrten

 

Luxus­kreuzfahrten

Club­kreuzfahrten

Nischen­kreuzfahrten

Fluss­kreuzfahrten

Merkmale

Klassische Seereise mit hohem Komfort

Unterhaltung & Sport auf funktionalen Schiffen

Exotische Schiffe und/­oder Fahrtgebiete)

Kombination aus Städtereise & Landschaft

Passagiere

100-1.000

1.000- 6.000

bis ca. 1000

Nur bis ca. 250

Schiffe

klassische ältere Schiffe, kaum Neubauten

Neue Schiffe, z.T. Megaschiffe

Großsegler, Ya­chten, Expeditionsschiffe etc.

Spezielle
Flussschiffe

Raumzahl

> 45

30-45

< 45

o.A.

Passenger Crew Ratio

< 2,0

2,0 – 3,5

<4,5

o.A.

Besonderheiten

Hoher Grad des persönlichen Services  (z.T mit Butler)

Viele Attraktionen, Shopping Arcarden und Spielcasinos

Schiffe und/oder Natureindrücke stehen im Vordergrund

Sehenswürdigkeiten sind häufig in Fußnähe erreichbar

Kabinen

Sehr komfortable Kabinen mit Balkonen, oft nur Suiten

Komfortable Kabinen, zumeist mit Balkonen

Funktionale Kabinen

Kleine komfortable Außenkabinen (z.T. mit Balkon)

Essen

Gourmetessen mit fester Sitzordnung

Überdurchschnittliches Essen, häufig in Buffetform

Essen und Service ist Standard bzw. Luxus

Überdurchschnittliches Essen

Entertainment

Klassische Musik, Shows, The-ater, Lesungen

Shows, Kabaretts, Musicals

Kaum Entertainment, Vorträge

Abendunterhaltung (Musik & Tanz)

Anbieter

Hapag Lloyd
Cunard,
Silversea u.a.

Carnival
Royal Caribbean
MSC, Aida, u.a.

Hurtigrouten
Sea Cloud, Star Clipper u.a.

Viking
A-ROSA
Phoenix  u.a.

Tages-
preise

> 500 €

100-300 €

Je nach Nische 50 €  bis 300 €

> 150 €

Fahrt-gebiete

Häufig Weltreisen

Attraktive Warm­wasserdestinationen

Neue & unbekannte Destinationen

Vor allem Donau & Nil

Publikum

Wohlhabende Senioren (55 +)

Babyboomer (35- 65 Jährige)

Wohlhabende Senioren (55 +)

Senioren (55 +)

Fahrtdauer

7 - 14 Tage oder länger

 

7-14 Tage, aber auch Kurzreisen,

7 - 14 Tage je nach Nische

Zumeist 7-tägig, aber auch Kurzreisen, selten 14 Tage

 

 

 

 

 

Die Eisenbahn bezeichnet ein schienengebundenes Verkehrsmittel. Hierbei werden die Bereiche Personen- und Güterverkehr unterschieden. Neben den klassischen Zügen gibt es auch Luxusbahnen, die hauptsächlich von Touristen genutzt werden. In Deutschland befindet sich der größte Teil des Schienenverkehrs im Besitz der Deutschen Bahn AG. Diese transportiert täglich ca. 6,2 Mio. Fahrgäste auf der Schiene. Die Bahn ist eines der pünktlichsten Verkehrsmittel, obwohl sie oft wegen ihrer Unpünktlichkeit kritisiert wird. Auch in anderen Ländern stellt die Bahn ein wichtiges Verkehrsmittel dar. Als weitere wichtige Bahnunternehmen sind etwa die SBB oder die SNCF zu nennen. 

Marktumfeld

Der Schienenverkehr kann in die Bereiche Schienennahverkehr und Schienenfernverkehr unterteilt werden. Ab einer Entfernung der Haltestellen über 50 km oder einer Fahrzeit, die mehr als eine Stunde beträgt, spricht man vom Fernverkehr. Während sich der Schienenpersonenverkehr auf beide Bereiche verteilt, findet der Güterverkehr fast ausschließlich auf dem Schienenfernverkehrsnetz statt. Im weiteren Sinne können auch Bahnen wie Bergbahnen und Freizeitbahnen zum Bahnverkehr gezählt werden.

Entstehung

Die Entwicklung der Eisenbahn beginnt im Jahr 1765 mit der Erfindung der Dampfmaschine durch James Watt. Im Jahr 1830 wird die zweigleisige Eisenbahnstrecke Liverpool – Manchester eröffnet, nach deren Vorbild dann auch weitere Eisenbahnstrecken entstanden. Die erste deutsche Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth wurde 1835 eingeweiht. Das Streckennetz wurde ab diesem Zeitpunkt stetig ausgebaut. Die Industrialisierung erforderte einen schnellen Transport von großen Mengen an Rohstoffen und Gütern. Aus diesem Grunde wurde der Ausbau des Streckennetzes und der Infrastruktur vom Staat unterstützt und das sehr dichte Eisenbahnnetz in Deutschland entwickelte sich. Es entstanden mehrere staatliche Bahnunternehmen, die sich 1920 zur Deutschen Reichsbahn zusammenschlossen. Das erste nationale Eisenbahnunternehmen wurde gegründet. Mit der Teilung Deutschlands entstanden zwei Bahnunternehmen, die westdeutsche Bundesbahn und die ostdeutsche Reichsbahn. Diese schlossen sich 1994 zum privatwirtschaftlichen Unternehmen Deutschen Bahn AG zusammen.

Auch die Technik entwickelte sich stark weiter und so wich die Dampflokomotive neueren elektrischen und später dieselbetriebenen Eisenbahnmodellen. Mit der Motorisierung und der steigenden Beliebtheit des Individualverkehrs verlor die Bahn jedoch stark an Marktanteilen. Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, wurden immer schnellere und hochwertigere Züge gebaut. Der Hochgeschwindigkeitsverkehr entstand. Als wichtige Hochgeschwindigkeitszüge sind heute u.a. der französische TGV und der japanische Shinkansen zu nennen. Weitere technische Innovationen sind z.B. Magnetschwebebahnen oder die Neigetechnik, wodurch höhere Fahrtgeschwindigkeiten erreicht werden können.

Mit der Entwicklung von Billigfluggesellschaften und Fernbussen ist jedoch auch der Marktanteil von Bahnreisen zurückgegangen. Auch die veraltete Flotte der Bahn und das veränderte Reiseverhalten tragen dazu bei, dass die Bahn Fahrgäste an andere Verkehrsträger verliert. Jedoch hat die Bahn beispielsweise die Vorteile, dass sie sehr umweltfreundlich ist und ein schneller Zugang ins Stadtzentrum ermöglicht werden kann.

Überblick

Heute werden ein Drittel aller Reisen mit dem Flugzeug unternommen und zwar mit Charterfluggesellschaften, die meist auf Urlauber ausgerichtet sind, und Linienfluggesellschaften, die als Hauptkunden Geschäftsreisende haben. Ein dritte Form der Fluggesellschaften, nämlich die Billigfluggesellschaften beeinflussen den Luftverkehr in den letzten Jahren sehr stark. Ca. 33% des weltweiten Luftverkehrs werden in Nordamerika durchgeführt, wo auch die Fluggesellschaft mit dem größten Passagieraufkommen, United Airlines, beheimatet ist. In Europa ist Air France-KLM die marktführende Fluggesellschaft.

Marktteilnehmer

Der öffentliche, gewerbliche und zivile Personenluftverkehr wird üblicherweise unterteilt nach Linien- und Charterverkehr. Diese Trennung zwischen den Verkehrsarten kam in Europa dadurch zustande, dass die meisten Linienfluggesellschaften früher einmal National Flag Carrier waren. Heute ist in der Praxis eine differenzierte Betrachtungsweise üblich:

  • Linienflug (National Flag Carrier) & Allianzen
  • Charterflug
  • Regionalflug
  • Billigflug

Marktteilnehmer Luftverkehr

Historie

Während des 2. Weltkrieges war im Zusammenhang mit den Transportaufgaben ein weltumspannendes Luftverkehrsnetz – mit Flugplätzen, Funk- und Flugsicherungsanlagen – entstanden, das jetzt für den zivilen Luftverkehr genutzt werden konnte. Viermotorige Transportflugzeuge, aus Militärtransportern weiterentwickelt, wie die Douglas DC 6 und die Lockheed Super Constellation, überflogen ab 1955 nonstop in routinemäßigem Verkehrsdienst mit rund 90 Passagieren an Bord den Atlantik. Die Flugzeit betrug von Düsseldorf nach New York rund 13 Stunden, die Reisegeschwindigkeit rund 500 Kilometer pro Stunde. 1957 überrundete der Passagierluftverkehr auf der Atlantikstrecke den Schiffsverkehr. Ende der fünfziger Jahre drängten die ersten großen Jets auf den Markt und lösten eine Revolution im Weltluftverkehr aus.

Tabelle Vergleich der Fluggesellschaften

 

Linienflug

Billigflug

Ferienflug

Regionalflug

Merkmale

Regelmäßiger Linienverkehr zwischen
Metropolen

Günstige Alternative auf aufkommensstarken Strecken

Bedarfsgerechter Transport zu Feriendestinationen

Zubringer zu Metropolen oder Verbindungen zwischen regionalen Orten

Besitz-verhältnisse

Staatlich oder Aktiengesellschaft

Zumeist Aktiengesellschaft

Selbstständig oder Tochtergesellschaft von Reiseveranstaltern

Selbstständig oder Tochtergesellschaft von Linienfluggesellschaften

Fluggerät

Alle Arten von Düsenflugzeuge

Zumeist nur ein Flugzeugtyp

Kleinere und mittlere Düsenflugzeuge

Turboprops und kleine Düsenflugzeuge

Sitzplatz­kapazität

Ca. 130 – max. 500 Passagiere

Ca. 150 – 250 Passagiere

Ca. 150 – 250
Passagiere

Ca. 19 – 120
Passagiere

Nachfrage

Geschäfts- und Privatreisende

Überwiegend
Privatreisende

Privatreisende

Überwiegend Geschäftsreisende

Kunden-
bindung

Bonusprogramme für Flugmeilen etc.

Keine Kundenbindungs-systeme

Zumeist keine eigenen Systeme

Teilnahme an den Systemen der Linienfluggesellschaften

Service

3 – 4  Klassen- und Servicekonzepte

Service nur gegen Aufpreis

Max. zwei Klassen und Service

Eine Klasse mit geringem Service

EDV-Systeme

Globale Distributionssysteme, Yield-Manage-ment, Netzwerkplanung etc.

Einfache Distributionssysteme

Buchungssysteme inkl. Gruppenbuchung

Teilnahme an den Systemen der Linienfluggesellschaften

Strecken

Kurz-, Mittel- und Langstrecke

Mittelstrecke

Mittel- und Langstrecke

Kurz- und Mittelstrecke

Strecken­netz

Netzwerk

Punkt zu Punkt-Verbindungen

Punkt zu Punkt-Verbindungen

Punkt zu Punkt-Verbindungen

Koope­rationen

Kooperationen oder globale Allianzen, zudem intramodale Kooperationen

Intramodale Kooperationen mit Mietwagen sowie Hotel etc.

Intramodale Kooperationen mit Bahnen (Zubringer zum Flug)

Kooperationen mit Linienfluggesellschaften

Vertrieb

Zumeist indirekt mit Reisemittlern, aber auch E-Commerce

Überwiegend Direktvertrieb und E-Commerce

Zumeist Indirekt mit Reiseveranstaltern, Reisemittlern

Zumeist Indirekt über die Linienfluggesellschaften

Preispolitik

Normal-, Sonder- und weitere Tarife

Aggressive
Preisvariationen

Teil des Reiseveranstalterpreises

Kaum
Preisvariationen

Lande-
plätze

Zumeist
internationale Flughäfen

Zumeist günstige regionale Flughäfen

Regionale und
internationale
Flughäfen

Regionale und
internationale Flughäfen

 

 

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